
Bauernmärkte in Österreich
473 Märkte mit frischen Lebensmitteln in ganz Österreich
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473 Märkte
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Samstag und Freitag tragen das Land
242 der 473 österreichischen Bauernmärkte öffnen am Samstag, 177 am Freitag. Der Rest der Woche ist dünn besetzt, und am Sonntag gibt es im ganzen Land drei.
| Tag | Märkte |
|---|---|
| Samstag | 242 |
| Freitag | 177 |
| Donnerstag | 54 |
| Mittwoch | 48 |
| Dienstag | 37 |
| Montag | 11 |
| Sonntag | 3 |
Die drei Sonntagsmärkte stehen in Kottes-Purk, in Reichenau an der Rax und am Roten Berg in Wien - alle drei nur an einzelnen Sonntagen im Monat.
327 Märkte beginnen vor 11 Uhr, meist zwischen 7 und 8. Wer erst nachmittags Zeit hat, kommt bei 109 unter. 366 finden wöchentlich statt, 80 nur einmal im Monat, und 87 haben eine Saison - im Winter fällt also fast jeder fünfte weg.
Bauernmarkt oder Wochenmarkt
Die beiden Wörter meinen nicht dasselbe, und der Unterschied steht im Gewerberecht. Ein Wochenmarkt beruht auf einer Marktrechtsverordnung der Gemeinde, die Marktgebiet, Termine und zugelassene Warengruppen festlegt; dort dürfen auch Händler und andere Gewerbetreibende stehen.
Ein Bauernmarkt dagegen ist laut Wirtschaftskammer eine „marktähnliche Verkaufsveranstaltung von Land- und Forstwirten zum Feilbieten und Verkauf von Erzeugnissen aus eigener Produktion" - und damit ausdrücklich kein Markt im Sinne der Gewerbeordnung. Er braucht deshalb keine Marktordnung der Gemeinde.
In der Praxis ist die Grenze fließend, und die Bezeichnungen sind es auch: 274 der 473 Märkte führen beide Wörter in ihrer Typangabe, 166 nur Bauernmarkt, 31 nur Wochenmarkt. Wo Städte eigene Regeln setzen, werden sie streng: In Graz muss bei verarbeiteten Produkten die wesentliche Zutat vom eigenen Betrieb stammen, und hergestellt wird dort auch. In Wien wiederum ist der Bauernmarkt meist gar kein eigener Markt, sondern eine Fläche innerhalb eines städtischen Detailmarkts.
Was nur aus einem Gebiet kommen darf
Manches, was auf österreichischen Marktständen liegt, darf nur aus einem genau umrissenen Gebiet kommen. Solche Erzeugnisse mit EU-Herkunftsschutz verteilen sich sehr ungleich über das Land.
Die meisten stellt Tirol mit vier: Tiroler Speck als geschützte geografische Angabe, Bergkäse, Almkäse und Graukäse als Ursprungsbezeichnungen. Niederösterreich hat drei - Wachauer Marille, Marchfeldspargel und Waldviertler Graumohn. Kärnten stellt zwei aus einem einzigen Tal, Gailtaler Speck und Gailtaler Almkäse. Dazu kommen die beiden Vorarlberger Käse und aus der Steiermark Kürbiskernöl und Käferbohne. Für Salzburg weist das Ministerium kein geschütztes Lebensmittel aus.
Der Unterschied zwischen den beiden Siegeln lässt sich an zwei steirischen Beispielen zeigen: Die Käferbohne muss ausschließlich in der Steiermark angebaut und aufbereitet werden, beim Kürbiskernöl dürfen die Kerne auch aus Teilen Niederösterreichs und des Burgenlands kommen.
Was auf den Ständen liegt
Gemüse führen 156 Märkte, Obst 112, Fleisch 93, Honig 92, Brot 89, Käse 75, Fisch 67 und Eier 65. Das sind die Angaben, die für 274 der 473 Märkte dokumentiert sind; bei den übrigen ist das Sortiment nicht belegt.
Neun Märkte sind reine Bio-Märkte. Drei davon stehen in Graz, die übrigen sechs in Neumarkt in der Steiermark, Klagenfurt, Villach, Linz, Salzburg und Wien.
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